Das müssen Sie prüfen

Geldanlagen

Eine Anlage mit durchschnittlich weniger als 8 % p.a. ist nicht würdig, als solche bezeichnet zu werden. Natürlich haben der alte deutsche Sparstrumpf mit 0 %, das Tagesgeld mit bis zu 2,1 % und auch das Sparbuch mit derzeit 0,5 % ihre Berechtigung. Beispielsweise für die Erreichung des 1. Teilzieles Ihrer finanziellen Sicherheit. Sie sollten sich aber im Klaren darüber sein, langfristig, aufgrund der Inflation etc., damit nur Verluste einzufahren.

Sie gehören nicht zu den Menschen, denen Dinge und Gegenstände wie Autos oder andere imageträchtige Sachen wichtiger sind als Geld. Sie sparen ausreichend und Sie unterliegen nicht dem Irrglauben, Reichtum sei ohnehin
nicht für jeden.

Die Zweifler sollten bedenken: „Das Tor zum Club der Millionäre steht immer offen!“ Sie können Ihr Geld in nahezu jeder erdenklichen Art anlegen. In Geld- oder Sachwerten – in Währungen, in Kunst, in Wein, in Gold, in Aktien, in Immobilien und selbst in immateriellen Dingen wie Patenten oder Ähnlichem. Und natürlich auch in Beteiligungen, von Schiffen, Flugzeugen und vielem anderen mehr.

Anlagenberater

In jedem Fall werden Sie Ihr Ziel nur erreichen, wenn Sie sehr zeitig anfangen zu sparen, auf Ihr eigenes Gefühl und Ihre Erfahrung bei sogenannten „todsicheren Tipps“ bauen und am besten auf wirklich gute Berater hören.

Und wie erkenne ich einen guten Berater, werden Sie sich wahrscheinlich fragen. Ganz einfach. Zuerst sollte dieser Ihre Möglichkeiten und Ihre Ziele und Wünsche analysieren. Dann ist es zwingend erforderlich festzulegen aufgrund welcher Strategie beabsichtigt werden soll diese – immer noch Ihre – Ziele und Wünsche zu erreichen. Selbstverständlich sollten seine guten Ergebnisse in der Vergangenheit seine Kompetenz (Kompetenz ist das Produkt aus Wissen multipliziert mit Erfahrung) hervorheben und viertens ist es natürlich nicht wirklich ein „Hindernis“ wenn der gute Berater auch selbst – zumindest ein ganz klein wenig – vermögend ist …

Und Banker? Nun zu Bankern fallen mir zwei Dinge ein. Erstens ist ein Angestellter einer Bank eigentlich immer in einem Interessenkonflikt zwischen den Umsatzzielen seines Arbeitgebers und den eigentlichen Interessen seiner Kunden. Und natürlich darf er nicht anbieterübergreifend Empfehlungen abgeben. Und zweitens – die Inhaber mal ausgenommen – gibt es nur wenige vermögende Bankangestellte.

Aktien oder andere börsennahe Werte

Wenn Sie nun also wirklich Ihr Geld in einem börsennahen Wert anlegen möchten, dann sollten Sie die „Goldenen Investmentregeln“ beherzigen:

  • Börse ist niemals konstant – es gibt immer ein Auf und Ab, nach jeder Flut kommt auch mal eine Ebbe, und nach jeder Ebbe kommt auch wirklich eine neue Flut!
  • Niemals ist es anders als sonst – es gibt keinen Neuen Markt, keine neue Ökonomie, es bleibt immer alles beim Alten: ein stetiges Auf und Ab!
  • Schreiben Sie jeden Wert auf, den Sie kaufen wollen – warum wollen Sie ihn kaufen, und bis wann wollen Sie ihn halten!
  • Überprüfen Sie regelmäßig Ihr Depot – würden Sie den Wert den Sie gerade halten heute noch kaufen? Ja, behalten. Nein, sofort verkaufen!
  • Kaufen Sie nur was Sie beurteilen können – Ihr Instinkt, Ihr Gefühl, Ihre Intuition, Ihre Erfahrung unterstützen Sie dabei!
  • Suchen Sie sich einen guten Berater!
  • Splitten Sie Ihre Investitionen in unterschiedliche Anlage- und Risikoklassen – erstaunlicherweise ist Ihr Anlageerfolg tatsächlich zu 95 % abhängig von der richtigen Streuung und nur zu 5 % von den richtigen Werten!

Emotionen

Beherrschen Sie Ihre Emotionen: Angst und Gier – versuchen Sie es wenigstens. Erwartung und Gier können einen Wert sehr weit nach oben katapultieren. Angst kann den gleichen Wert aber auch tief abstürzen lassen.

Sollten Sie schon einmal zu viel Geld (erster Fehler) in einen einzelnen Wert (zweiter Fehler) investiert haben und haben anschließend Geld verloren, dann machen Sie nicht den dritten Fehler und ziehen daraus den Schluss „Nie wieder“.

Bedenken Sie, die meisten Menschen verwenden mehr Zeit auf die richtige Auswahl ihres Fernsehgerätes als auf die Auswahl ihrer Geldanlagen. Legen Sie Ihre Strategie, Ihr Konzept, Ihre Taktik schriftlich fest. Es ist Ihr Geld. Sie können es nicht einfach so irgendwohin geben. Werden Sie in Ihren Anlageformen nicht zu einseitig – Immobilien machen immobil und durch vollständige Reinvestition in die eigene Firma schieben Sie Ihr Vermögen immer in die Erwartungen der Zukunft. Werden Sie beim „Geldsammeln“ nicht zu geizig. Spielen Sie niemals, um nicht zu verlieren – wenn Sie wirklich gewinnen wollen, müssen Sie auch spielen, um zu gewinnen. Vermeiden Sie Überkontrolle, machen Sie sich nicht verrückt und lassen Sie sich nicht verrückt machen. Die Börse hat und braucht ihren „Freiraum“ und deshalb ist auch „Der Tipp des Tages oder Woche“, oder was auch immer, ziemlich
unsinnig.

Immobilien

Eine schuldenfreie selbstgenutzte Immobilie – das ist schon einmal eine wirklich sehr gute Idee für die Altersvorsorge. Mietfrei Wohnen im Alter ist echt gut – aber bedenken Sie, mietfrei Wohnen, das heißt nicht automatisch auch kostenfreies Wohnen. Ganz im Gegenteil. Es könnte sein, dass beispielsweise bei einem freistehenden selbstgenutzten Einfamilienhaus auf dem Lande der „Warmanteil“, zuzüglich notwendiger Instandhaltungs- und Reparaturkosten, die Miete einer kleinen Wohnung in der Stadt vielleicht um ein Vielfaches übersteigt. Und bei nicht selbst genutzten Immobilien? Da übersteigt die Rendite summa summarum im zehn-, 20- oder gar 30-Jahreszeitraum ohnehin kaum die 3%-Hürde.

Finanzierung

Sofortkredit: schnell und einfach? So oder ähnlich werben unzählige Banken um unsere Gunst.

Und natürlich haben Sie davon nur Vorteile – beispielsweise faire Zinsen. Wie aber können Zinsen fair sein? Zinsen haben kein Gewissen, oft der, der sie erhebt auch nicht. Geld ist eine Ware und diese Ware Geld kostet Geld – Ihr Geld – nämlich Zinsen, Bearbeitungsgebühren, Ausgabeaufschläge und so weiter. Man überlege sich also sehr genau, wofür man sich Geld „kauft“ und wofür nicht.

Auf keinen Fall sollten Sie den Verlockungen unterliegen und damit beispielsweise Konsumgüter, Luxusartikel oder wo möglich Ihren Urlaub finanzieren. Sie würden unweigerlich in die Sparfrust-Falle laufen. Sie haben sich die „Belohnung“ vorweggenommen und hinterher natürlich weder eine Motivation noch einen triftigen Grund, warum Sie sparen sollten.

Manchmal gibt es aber auch Momente im Leben, in denen einfach alles anders ist. Sie wollen ein eigenes Unternehmen aufbauen, eine selbst genutzte Immobilie finanzieren oder es ist wirklich ein Ernstfall eingetreten. In all diesen Fällen ist sicher die eigene „Hausbank“ der erste Ansprechpartner. Aber vielleicht wollen Sie genau diese eben nicht ansprechen oder haben schon einen unschönen Schufa-Eintrag. In diesem Fall haben Sie drei Möglichkeiten:

  • Sie klären mit der Schufa, welche Einträge überhaupt noch berechtigt sind und kümmern sich selbst intensiv um die Bereinigung Ihrer Einträge. Dabei können betroffene Daten entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen bis zur Klärung gesperrt werden. Nachweislich falsche Daten werden berichtigt und unzulässig gespeicherte Daten werden gelöscht.
  • Sie „kaufen“ einen Schufa-freien Sofort-Kredit. Dabei ist Ihnen natürlich schon klar, dass Sie das zusätzliche Risiko, welches der Kreditgeber eingeht, extra bezahlen werden und dass es für sie insbesondere bei einem unseriösen Kreditgeber sehr schnell sehr unangenehm werden kann, wenn Sie Ihren vereinbarten Verpflichtungen nicht nachkommen. Wenn Sie also bereits über beide Ohren verschuldet sind, sollten Sie besser eine professionelle
    Schuldnerberatung aufsuchen, als sich noch tiefer ins Schuldenmeer zu stürzen.
  • Und dann gibt es da noch Kredite von Privat an Privat – ONLINE, denn die Zeiten, in denen man einen Privatkredit nur von der Verwandtschaft oder von Freunden erhalten konnte, sind längst Geschichte. Heute kann man sogar über das Internet ein Darlehen aus privater Hand erhalten. Dies ist beispielsweise über eine Kreditplattform möglich. Dabei muss nicht eine einzelne Person der Kreditgeber sein. In einem großen Pool wird eine Masse an zur Verfügung gestellten privaten Geldern gebildet.

 

Aber egal wofür Sie im Moment Geld benötigen – diesen Fehler sollten Sie auf keinen Fall begehen:

Es soll Leute geben,
die mit Geld,
das sie nicht haben,
Dinge kaufen,
die sie nicht brauchen,
um Menschen zu beeindrucken,
die sie nicht mögen.


Lebensversicherungen

Zu der Kategorie Lebensversicherungen zählen wir hier der Einfachheit halber klassische Lebensversicherungen, Fondsparpläne und fondsgebundene Lebensversicherungen.

Entwickeln sich die Rückkaufswerte nach Ihren Vorstellungen? Können Sie damit Ihr angestrebtes Sparziel erreichen? Und wenn es etwas gäbe, dass Sie noch in diesem Jahr, in diesem Monat, in dieser Woche optimieren oder besser machen könnten, wann möchten Sie davon erfahren? Heute oder erst bei Renteneintritt?

Jetzt sofort oder erst in 20 Jahren?

Jetzt sofort! Damit Sie hier und heute eine fundierte Entscheidung für Ihre private Altersvorsorge und eine gesunde Finanzplanung treffen können.

Die Europäische Zentralbank hat Anfang September 2014 den Leitzins auf 0,05 % gesenkt. Die Versicherer werden Ihren Garantiezins im Januar 2015 auf 1,25 % senken – müssen. Und die 1,25 % gibt es bei kapitalbildenden Lebensversicherungen nur auf den Sparanteil. Die Gesamtrendite ist bei vielen Versicherern auch nach 20 Jahren noch bei null oder sogar darunter. Der neueste „Schrei“ ist seit einigen Jahren die fondsgebundene Lebensversicherung. Doch Vorsicht! In den Imagebroschüren sehen die zu erwartenden Ergebnisse, aufgrund der
aufgezeigten extrem niedrigen Kosten der Versicherung selbst, oft recht passabel aus. Doch, was ist mit den Kosten des gemanagten Fonds? Davon finden Sie in vielen Fällen nichts.

Kosten

Die Ausgabeaufschläge, Agios, Gewinnbeteiligungen, Managementgebühren und so weiter werden bis zur Hälfte der schönen Ergebnisse in den Hochglanzbroschüren zunichtemachen. Und dabei ist es nicht allein die Gesamthöhe der Kosten an sich die hier zu Buche schlägt, sondern der Zeitpunkt ihrer Entstehung. So schmälern beispielsweise allein 5.000 Euro Start-Kosten – egal ob Ausgebeaufschlag, Agio, Provision oder Honorar – zu Anfang einer sechsprozentigen Anlage Ihr Ergebnis nach 25 Jahren um fast 21.500 Euro. Das heißt. die Kosten haben sich quasi zu Ihren Lasten mehr als vervierfacht. Und selbst so eine wirklich winzig kleine Managementgebühr in Höhe von lediglich 1,25 % im Jahr raubt Ihnen bei einer Anlage von 100.000 Euro in Summe 31.250 Euro von Ihrem Anlageergebnis. Eine Anlage ohne diese beiden Kostenpunkte brächte Ihnen demzufolge rund 50.000 Euro mehr an Ertrag. Das ist Ihr Gewinn-Verlust. Also schauen Sie genau hin welche Kosten wann und in welcher Höhe auftreten und entscheiden Sie dann, ob diese sie Ihnen wirklich „wert“ sind.

Lebensversicherungsreform

Das Lebensversicherungs-Reformgesetz (LVRG) (seit 07. August 2014) soll etwas mehr „Sicherheit“ für Bestandskunden bringen – kann für Neukunden aber sehr teuer werden!

Neuregelung der Bewertungsreserven-Beteiligung

Die Beteiligung ausscheidender Kunden an den Bewertungsreserven auf festverzinsliche Wertpapiere soll zwischen ausscheidenden und verbleibenden Kunden gerechter verteilt werden. Nur wenn die zugesagten Leistungen aller Versicherten ausreichend gesichert sind, dürfen Versicherungsgesellschaften die Bewertungsreserven wie bisher (50 %) auszahlen. Die Änderungen betreffen etwa 62 der knapp 88 Millionen Lebens- und Rentenversicherungspolicen. Nicht betroffen sind Fondspolicen und Risikolebensversicherungen.

Absenkung Höchstrechnungszins (Garantiezins)

Zum 1. Januar 2015 sinkt der Höchstrechnungszins von 1,75 auf 1,25 Prozent. Betroffen sind nur Neuverträge, die ab 2015 abgeschlossen werden.

Höhere Überschussbeteiligung

Ab 2015 steigt die Mindestbeteiligung der Kunden an den Risikoüberschüssen von derzeit 75 % auf 90 %. Dies gilt für Bestands- und Neukunden. Risikoüberschüsse entstehen, wenn weniger Risiken eingetreten sind als kalkuliert, z.B. wenn in der Risikolebensversicherung weniger Versicherte sterben als rechnerisch angenommen.

Ausschüttungssperre

Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass kurzfristig keine Gelder an die Aktionäre von Versicherungsgesellschaften abfließen, falls diese mittel- und langfristig zur Sicherung der Garantien benötigt werden.

Einführung einer Rendite-Kennziffer

Angebote für LV-Verträge müssen ab 1. Januar 2015 eine Kennzahl zur effektiven Kostenbelastung enthalten. Die Effektivkostenquote (Reduction in Yield) gibt an, wie sich die Kosten auf die Rendite einer Police auswirken. Die Kennziffer bezieht alle einkalkulierten Kosten ein, also neben den laufenden auch die Abschluss- und Vertriebskosten sowie bei fondsgebundenen Produkten die Fondskosten.

Das heißt im Klartext:

Generell scheint das LVRG die Versichertengemeinschaft bzw. die klassischen Kapitallebens- und privaten Rentenversicherungen zu stärken. Denn in der andauernden Niedrigzinsphase soll es dafür sorgen, dass garantierte Zusagen – 1,25 % auf lediglich den Sparanteil einer Versicherung (daran hat sich also nicht geändert) – für Kunden auch in Zukunft eingehalten werden können. Doch was nützt ein „Garantiezins“ auf einen nicht nachvollziehbaren Sparanteil, der noch dazu deutlich unter der durchschnittlichen Inflationsrate in Deutschland liegt? Diese „Sparform“ ist also noch unattraktiver geworden, als sie ohnehin schon war. Gleichsam sorgt die Absenkung des Höchstrechnungszinses dafür, dass für Neukunden auch einige andere Produkte teurer werden könnten, so wie beispielsweise Berufsunfähigkeits-Absicherungen!

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